Neuere Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen Passivrauchen, COPD und Lungenkrebs:

12.02.2007 – Passivrauchen am Arbeitsplatz verursacht Lungenkrebs
Krebsrisiko ist dosisabhängig  
Personen, die an ihrem Arbeitsplatz zum Passivrauchen gezwungen sind, haben ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Das Risiko selbst ist dosisabhängig, wie US-amerikanische Wissenschaftler nach Auswertung von 22 weltweit durchgeführten Studien im American Journal of Public Health (Onlinevorabveröffentlichung 31. Januar 2007, doi 10.2105/AJPH.2004.061275) berichten.Dass Passivrauchen Lungenkrebs auslösen kann, gilt seit längerem als bewiesen. Zahlreiche Länder innerhalb der EU führen aus diesem Grund ein völliges oder teilweises Rauchverbot in öffentlichen Räumen ein. Um die Höhe des Krebsrisikos festzustellen, analysierten die Forscher um Leslie Stayner von der University School of Public Health in Chicago die Daten von 22 Studien, die weltweit zum Thema Rauchen am Arbeitsplatz durchgeführt worden waren.Es ergab sich ein um durchschnittlich 24 Prozent gesteigertes Lungenkrebsrisiko für all diejenigen, die während der Arbeit Tabakrauch ausgesetzt sind. Dieses Risiko variierte in Abhängigkeit von der Menge des täglich inhalierten Rauchs. Bei Personen beispielsweise, die sehr häufig Tabakrauch einatmen, verdoppelte es sich. Auch die Dauer des Passivrauchens hatte Einfluss: Je mehr Arbeitsjahre Personen mit rauchenden Kollegen verbrachten, desto höher war ihr Lungenkrebsrisiko

Quellen:

http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2007/01-2007-41-lungenkrebs-da.htm http://www.ajph.org/cgi/content/abstract/AJPH.2004.061275v1
http://www.iarc.fr/ENG/Press_Releases/pr173a.html

31.8.2007 – Ärteblatt

In einer weiteren Studie kommen K. K. Cheng von der Universität Birmingham und Mitarbeiter nach einer Analyse der Guangzhou Biobank Kohortenstudie zu dem Ergebnis, dass Personen, die oft passiv rauchten (etwa 40 Stunden pro Woche während mehr als 5 Jahren) ein um 48 Prozent erhöhtes Risiko auf eine COPD haben (Lancet 2007; 370: 751-757). Da Passivrauchen in China verbreitet ist – Regelungen zum Schutz an öffentlichen Plätzen und am Arbeitsplatz fehlen –, werden nach Schätzung der Autoren von den 240 Millionen derzeit in China lebenden Menschen von über 50 Jahren durch die hohe Passivrauch-Rate 1,9 Millionen Nichtraucher durch COPD zu Tode kommen. © rme/aerzteblatt.de

Quelle:

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?p=passivrauchen&src=suche&id=29662

Advertisements