Bern – Das Servicepersonal in Restaurants, Bars oder Discos leidet unter qualmenden Gästen. Täglich inhaliert es ein Äquivalent von 15 bis 38 Zigaretten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Walliser Zentrums für Tabakprävention (CIPRET).

Die letztes Jahr im Wallis durchgeführte Studie ist eine der ersten Untersuchungen, die sich mit der Passivrauch-Belastung befasst. Erste Ergebnisse waren bereits im vergangenen Mai vorgestellt worden. Für die Untersuchung waren Anfang 2007 1500 Badges mit Nikotinmessgeräten an die Bevölkerung verteilt worden. 630 davon wurden ein halbes Jahr später zur Analyse der CIPRET zurückgegeben, wie es in einem in der «Revue médicale suisse» publizierten Bericht heisst. Fast alle der Badgeträger im Alter von drei Monaten bis 82 Jahren waren Passivrauch ausgesetzt. Am stärksten betroffen sind Serviceangestellte, die je nach Arbeitsort täglich ein Äquivalent von 15 bis 38 Zigaretten inhalieren.

Lediglich 5,7 % der Probanden waren bloss schwach Passivrauch ausgesetzt (weniger als 0,2 Zigarettenäquivalente täglich).

Alle übrigen Personen, die sich an der Untersuchung beteiligten, waren mehr oder weniger stark betroffen. Die Belastungsdosen reichten dabei von 1 bis 2 Äquivalenten bis zu mehr als 10 pro Tag. Das CIPRET hatte am Dienstag im Wallis eine Petition für ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit lanciert. Eine gesamtschweizerische Lösung abzuwarten, sei problematisch, argumentierte die Organisation. Es könne lange dauern, bis ein nationales Gesetz in Kraft trete. Mit seinem Anliegen hat das CIPRET Rückhalt im Walliser Kantonsparlament. Im Grossen Rat sind mehrere Vorstösse hängig, die ebenfalls ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit fordern.
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