Die Argumentation der ewig Gestrigen:

Jeder Mensch hat eine druchschnittliche Lebenserwartung, und viele der Passivrauchopfer haben diese Lebenserwartung längst überschritten.

Eine feine Mischung aus Propaganda und Junk-Science, so irreführend wie menschenverachtend. Es ist ein äußerst schäbiger Verbaltrick.

Warum?

1. Im durchschnittlichen Lebensalter sind alle Sterbefälle enthalten, also auch die der Raucher selbst. Die Raucher drücken bekanntlich die durchschnittliche Lebenserwartung erheblich. Gleiches gilt für die Kindersterblichkeit, die Opfer des Strassenverkehrs, etc.pp.

2. Wenn man schon die Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes interpretiert, dann richtig: Man muss sich ansehen, welche Lebenswerartung die Passivrauchopfer denn durchschnittlich noch gehabt hätten.

Und die ist erstaunlich hoch:

Ein 75-jähriger Mann hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von gut 10 Jahren, eine 75-Jährige Frau lebt im Durchschnitt noch mehr als 12 Jahre.

Wer jetzt meint, 85-Jährige hätten fast keine Lebenserwartung mehr, irrt gewaltig. Frauen leben dann im Durchschnitt noch über 6 und Männer mehr als 5 Jahre.

siehe: Statistisches Bundesamt

Tja, die Freunde der Selbstverstümmelung durch die Inhalation der Schadgase verschwelter Pflanzenreste werden das vermutlich kaum verstehen.
Das wiederum ist nur zu verständlich: Rauchen schädigt das Hirn, und zwar nachhaltig. Und nicht nur das.

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