Eine Querschnittsstudie aus China hat untersucht, wie gefährlich das Passivrauchen tatsächlich ist. Das Ergebnis zeigt, dass nicht nur die Risiken für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erhöht sind, sondern dass es durch den Passivrauch auch zu einer Durchblutungsstörung der Extremitäten (die so genannte periphere arterielle Verschlusskrankheit) kommen kann.

Dazu wurden in Peking 1.209 Frauen über 60 Jahren untersucht. Diese Frauen rauchten zwar selbst nicht, waren aber zu Hause (87 Prozent) oder bei der Arbeit (13 Prozent) dem Passivrauch ausgesetzt. In China ist das Rauchen weit verbreitet, es darf fast überall geraucht werden.

Aus der Studie ergab sich jedoch nicht nur, dass überhaupt ein Zusammenhang zwischen Passivrauch und Gesundheitsschäden bei den „Mitrauchenden“ besteht, sondern es zeigte sich auch, dass das Verhältnis von Dosis und Wirkung eine Rolle spielt. Das Risiko, an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit zu erkranken, wuchs proportional zu der Menge an Passivrauch, denen die Chinesinnen zu Hause oder am Arbeitsplatz ausgesetzt waren und zu den Stunden am Tag, an denen sie sich im Passivrauch aufhielten. 

Quelle: rauchfrei-info.de

Siehe hierzu auch: He Y., Lam T., Jiang B., Wang J., Sai X., Fan L., Li X., Qin Y., Hu F. (2008). Passive Smoking and Risk of Peripheral Arterial Disease and Ischemic Stroke in Chinese Women Who Never Smoked. Circulation published September 22

Advertisements