Ziel des zur Weltgesundheitsorganisation gehörenden, internationalen Krebsforschungszentrums IARC (International Agency for Research on Cancer) mit Sitz in Lyon, Frankreich, ist es, sowohl durch epidemiologische Untersuchungen als auch durch Forschung im Labor die Ursachen und Mechanismen der Krebsentstehung aufzudecken. Durch internationale Zusammenarbeit sollen möglichst umfassend alle Faktoren, die ein Krebsrisiko erhöhen, identifiziert werden. Die Ergebnisse werden in regelmäßigen Abständen in den IARC Monographs zusammengefasst und veröffentlicht

Passivrauchen kann nach neuesten Erkenntnissen der IARC nicht nur Lungenkrebs, sondern auch Krebs im Rachenraum sowie Kehlkopfkrebs verursachen.

Des Weiteren konnte auch ein ursächlicher Zusammenhang zwischen elterlichem Rauchen und Krebserkrankungen von Kindern nachgewiesen werden. Beispielsweise besitzen Kinder, von denen ein Elternteil raucht, ein doppelt so hohes Risiko an einem Hepatoblastom, einem Tumor der Leber im Kindesalter, zu erkranken. Rauchen beide Elternteile steigt das Risiko auf fast das Fünffache an. Ein ähnlicher Zusammenhang scheint auch zu Leukämie bei Kindern, insbesondere akute lymphatische Leukämie, zu bestehen.

Quelle: DKFZ, Heidelberg

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