Kinder, die dem Passivrauch ihrer Eltern ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für Arterio Sklerose. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg, die Blutwerte von Schülerinnen und Schülern der vierten Klassenstufe untersuchten. Kinder, deren Eltern im häuslichen Umfeld rauchen, zeigen demnach deutliche biochemische Unterschiede gegenüber Gleichaltrigen, die rauchfrei aufwachsen. So fanden sich im Blut der passivrauchenden Kinder veränderte Entzündungsmarker und abgesenkte Stoffwechselparameter. Diese Veränderungen erhöhen das Risiko, später an Arterio Sklerose zu erkranken. Dabei bilden sich an den Blutgefäßwänden Ablagerungen, die sich zu einem Blutgerinnsel entwickeln können.

Eine Erhöhung der Entzündungsmarker ergab sich ab einer Menge von zehn gerauchten Zigaretten pro Tag. Die untersuchten Kinder zeigten dann zwar in ihrem Alter (noch) keine Symptome. Jedoch war eine durchgehende Entzündungsreaktion festzustellen, die zudem stärker ausfiel, wenn die Eltern mehr rauchten. Da in der Kindheit häufig bereits spätere Krankheiten „angelegt“ werden, ist eine möglichst differenzierte Erforschung des Einflussfaktors „Passivrauchen“ notwendig. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schlagen eine Langzeitstudie vor, die die weitere Entwicklung der Entzündungsprozesse untersucht.

Die Studie wurde von verschiedenen Instituten aus Baden-Württemberg durchgeführt. Dabei wurden die Blutproben von insgesamt 383 Kindern untersucht.

Siehe auch:

http://www.rp-online.de/wissen/gesundheit/Wie-schlimm-Passivrauchen-fuer-Kinder-ist_aid_725859.html

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