Passivrauchen ist gesundheitsschädlich. Alleine für Deutschland gehen Expertinnen und Experten von jährlich etwa 3.300 Todesfällen aus, die auf „Mitrauchen bei anderen“ zurück zu führen sind. Unter anderem sterben diese Personen, die selber nicht zur Zigarette greifen, an Herzinfarkten.
Einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Passivrauchen und Herzkrankheiten“ bietet jetzt eine Studie des amerikanischen Institute of Medicine im Auftrag des Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Die Arbeit widmet sich drei Themen: Dem Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Herzerkrankungen, dem Einfluss des Passivrauchens auf die Herzinfarktrate und die Auswirkungen von Rauchverboten auf die Anzahl von Herzinfarkten.

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen. Wenn Menschen Passivrauch ausgesetzt sind, erhöht sich für sie die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung um etwa 25 bis 35 Prozent. Gesicherte Erkenntnisse über den genauen Zusammenhang zwischen einem bestimmten Ausmaß der Rauchbelastung und der Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung gibt es bisher jedoch nicht. In Tier- und Zellexperimenten konnte gezeigt werden, dass Passivrauch zu einer Entzündung der Herzkranzgefäße beiträgt. Deshalb kann aus biologischer Sicht davon ausgegangen werden, dass es eine Beziehung zwischen Passivrauchen und dem Erleiden eines Herzinfarkts gibt. Und auch Anlass für Optimismus bieten die Untersuchungsergebnisse: Es konnten insgesamt elf Studien gefunden werden, die einen Rückgang der Herzinfarkte nach Einführung von Rauchverboten nachgewiesen haben.

Alles in allem bestätigen die dargestellten Erkenntnisse, dass ein möglichst umfassender Nichtraucherschutz notwendig und auch effektiv ist.

Siehe auch: Report Brief October 2009 des Institute of Medicine „Secondhand Smoke Exposure and Cardiovascular Effects: Making Sense of the Evidence“

Quelle: rauchfrei-info.de

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