In jenen schweizer Kantonen, die ein Rauchverbot eingeführt haben, blieb das von Tabakindustrie und Gastronomen beschworene Beizensterben aus. Eine Erhebung des Gläubigerverbands Creditreform weist ein robustes Wachstum der Branche aus. Am Ende des Jahres 2009, wo in den meisten Kantonen ein Rauchverbot eingeführt worden war, gab es über 500 Bars und Beizen mehr als Anfang des Jahres. Beizensterben gibt es laut der Statistik lediglich in den Kantonen, die noch kein oder gerade erst ein Rauchverbot eingeführt haben. Während es in keinem einzigen Kanton mit Rauchverbot nach dessen Einführung weniger Beizen als vorher gab, war dies in Kantonen ohne Rauchverbot sehr wohl der Fall. Die Fakten des Gläubigerverbands Creditreform widersprechen den Aussagen vieler Wirte, die sich über angeblich sinkende Umsätze beklagen. Auch in anderen Ländern wie beispielsweise Irland, Neuseeland und Schweden kam es nicht zu Umsatzeinbußen. 2007 ließ der deutsche Hotel‑ und Gaststättenverband eine Klage gegen das Nichtraucherschutzgesetz fallen, da er keine ausreichenden Beweise für Umsatzeinbrüche finden konnte.

Quelle: Tagesanzeiger.ch

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