Raucher erkranken häufiger an Diabetes mellitus vom Typ 2. Jetzt zeigt eine Studie deutscher Forscher: Auch Passivraucher haben ein erhöhtes Diabetesrisiko.

Nicht nur Rauchern, sondern auch „Mitraucher“ bekommen häufiger Diabetes

Schon länger steht fest, dass Rauchen – neben den bekannten Folgen für die Gesundheit – auch das Risiko erhöht, an Diabetes mellitus vom Typ 2 zu erkranken. Wissenschaftler der Universität Düsseldorf haben das jetzt bestätigt – und nachgewiesen, dass auch Passivraucher Diabetes-Kandidaten sind.

Sie nahmen 1223 Erwachsene im Alter zwischen 55 und 74 Jahren in eine Studie auf und beobachteten, wie viele davon im Verlauf von sieben Jahren an Typ-2-Diabetes erkrankten.

Diejenigen Teilnehmer, die nie geraucht hatten, aber angaben, Passivraucher zu sein, entwickelten mehr als doppelt so häufig einen Diabetes. Bestand zu Studienbeginn bereits ein Diabetes-Vorstadium, ging dieses bei den Passivrauchern viermal häufiger in einen Diabetes über als bei den „rauchfreien“ Teilnehmern.

Aktive Raucher erkrankten dreimal häufiger an Diabetes als Nichtraucher. Hatten sie bereits ein Diabetes-Vorstadium, wurde daraus rund achtmal häufiger ein Diabetes als bei den Nichtrauchern. Dabei waren andere Diabetes-Risiken, wie beispielsweise der Bauchumfang, bereits berücksichtigt.

Quelle: A.Baum  http://www.diabetes-ratgeber.net; 08.04.2010

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