Selbst Eltern, die nur sehr selten in Anwesenheit ihrer Kinder zur Zigarette greifen, setzen deren Gesundheit aufs Spiel: Der kindliche Blutdruck reagiert sensibel auf Nikotin – besonders der von Jungen.
Es muss sich gar nicht um vernebelte Wohnzimmer oder eingeräucherte Autos handeln: Immer, wenn Kinder zum Passivrauchen gezwungen sind, setzt das ihrem Körper zu. Besonders empfindlich sind dabei Jungen: Ihr Blutdruck steigt über den Schnitt. Das zeigt eine Forschungsarbeit, die im Rahmen des Jahrestreffens der Pediatric Academic Societies (PAS) in Denver präsentiert wurde. Zwar stieg der Blutdruck der Jungen nicht in medizinisch bedenkliche Höhen, dennoch lag er nachweislich über dem Durschnitt. Damit tragen diese Kinder ein erhöhtes Risiko, später an einem krankhaft erhöhten Blutdruck sowie Herz- und Leberkrankheiten zu leiden. Für Erwachsene hat sich der Zusammenhang zwischen Passivrauchen, Luftverschmutzung und Bluthochdruck bereits in Studien bestätigt – für Kinder war dieser Zusammenhang bislang noch nicht untersucht worden.
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