Bayerisches Landesgesundheitsamt veröffentlicht Downloadbericht über den Stand von Wissenschaft und Technik zum Technischen Nichtraucherschutz

In den gesetzlichen Regelungen einiger Bundesländer zum Nichtraucherschutz gab bzw. gibt es sog. „Innovationsklauseln“, die technische Lösungen als Ausnahme von einem Rauchverbot vorsehen. Ziel solcher Innovationsklauseln ist es, auf neue technische Entwicklungen reagieren zu können, die genauso effektiv sind wie ein Rauchverbot.

Die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) beauftragte im März 2009 die Länderarbeitsgruppe Umweltbezogener Gesundheitsschutz (LAUG), einen Sachstandsbericht über den Stand von Wissenschaft und Technik zum Technischen Nichtraucherschutz (TNRS) vorzulegen. Die Geschäftsführung für die Berichtserstellung lag beim Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Die Ad-hoc-Arbeitsgruppe TNRS der LAUG hat die derzeit auf dem Markt befindlichen Technischen Nichtraucherschutz-Systeme geprüft, beurteilt und aus gesundheitlicher Sicht bewertet.

Das Ergebnis: Zusammenfassend zeigt der Stand von Wissenschaft und Technik, dass mit den derzeit am Markt verfügbaren technischen Systemen ein Schutz vor dem Passivrauchen wie bei einem vollständigen Rauchverbot nicht gewährleistet werden kann. Der Begriff „Technischer Nichtraucherschutz“ kann in diesem Sinne Erwartungen wecken, die er aus gesundheitlicher Sicht nicht erfüllt.

Weitere Informationen beim Landesgesundheitsamt Bayern: http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/umweltmedizin/technischer_nichtraucherschutz.htm

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