Verlust an Knochenmasse im Zahnhalteapparat nachweisbar

Nicht nur aktive Raucher, sondern auch unfreiwillige Passivraucher haben ein erhöhtes Risiko für Zahnfleisch- und Kieferentzündungen. Gegenüber Menschen, die keinem Tabakrauch ausgesetzt sind, laufen sie damit eher Gefahr, Zähne zu verlieren.

In Tierversuchen, die von Wissenschaftlern der Abteilung Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt wurden, konnte nachgewiesen werden, dass der Verlust an Knochenmasse des Zahnhalteapparats bei passiv rauchenden Ratten deutlich stärker war als der in der rauchfreien Kontrollgruppe – und zwar unabhängig davon, ob es sich um den Rauch von leichten oder normalen Zigaretten handelte. Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass die gesundheitlichen Auswirkungen auch schon allein durch Passivrauchen erschreckend sein können.

Lüften hilft wenig

Tabakrauch ist nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) der mit Abstand gefährlichste und am weitesten verbreitete Innenraum-Schadstoff. Da sich die Rauchpartikel in Möbeln, Teppichen und Gardinen absetzen, kann selbst regelmäßiges Lüften nicht ausreichend abhelfen. Neben dem Haupt- und Nebenstrom einer Zigarette birgt auch ihr kalter Rauch erhebliche Gesundheitsrisiken. Bei Kindern, und zwar nicht nur bei Säuglingen und Kleinkindern, sondern auch bei älteren Kindern und Jugendlichen, wirken sich die gesundheitlichen Schäden durch Passivrauchen noch viel gravierender aus als bei Erwachsenen. Fatalerweise müssen der Bundeszentrale zufolge nach wie vor mehrere Millionen Kinder in Deutschland zu Hause passiv mitrauchen.

Quelle: www.Lungenaerzteimnetz.de

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