Nikotinabhängig durch Passivrauchen

Dass Passivrauchen nicht nur belästigen, sondern auch die Gesundheit belasten kann, ist bereits seit Jahren zweifelsfrei nachgewiesen. Passivrauchen erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass betroffene Personen selbst eine Nikotinabhängigkeit entwickeln oder ehemalige Raucherinnen und Raucher es deutlich schwerer haben, abstinent zu bleiben. Eine mögliche biochemische Erklärung für diese Beobachtungen liefert eine aktuelle Studie.

Die beim Rauchen aufgenommenen Nikotinmoleküle docken im Gehirn an Nikotinrezeptoren an und bewirken damit die Freisetzung bestimmter Neurotransmitter, die wiederum bestimmte physiologische und psychologische Auswirkungen haben. In einem Experiment wies ein US-amerikanisches Forschungsteam um Studienleiter Arthur Brody erstmals nach, dass die Nikotinrezeptoren im Gehirn auch durch moderates Passivrauchen besetzt werden – und Passivrauchen somit eine Nikotinabhängigkeit fördern oder aufrechterhalten kann.

Nachgewiesen wurde dieser Vorgang mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET), einem bildgebenden Verfahren, mit dem biochemische Vorgänge im Organismus sichtbar gemacht werden können. Im Experiment wurde 24 Versuchspersonen ein schwach radioaktiver Marker gespritzt, der aufgrund bestimmter chemischer Eigenschaften an besagte Nikotinrezeptoren im Gehirn bindet. Der radioaktive Marker ist für die Versuchspersonen folgenlos und bleibt ohne Auswirkungen. Der Marker ermöglicht es jedoch, im Rahmen der PET zu beobachten, ob eingeatmetes Nikotin in das Gehirn gelangt und dort den Marker von seinem Platz an den Nikotinrezeptoren verdrängt.

Nach einer ersten PET-Messung zur Überprüfung der Verteilung des Markers, nahmen die Versuchspersonen für eine Stunde auf dem Beifahrersitz eines Autos Platz. Dabei gab es zwei Versuchsbedingungen, die jede Person durchlaufen musste: In der Experimentalbedingung saß auf dem Fahrersitz eine rauchende Person, die innerhalb der Stunde etwa vier Zigaretten rauchte. In der Kontrollbedingung mussten sich die Probandinnen und Probanden die Zeit zwar alleine vertreiben, wurden jedoch nicht mit Tabakrauch konfrontiert. Anschließend erfolgte eine weitere PET-Messung, um zu testen, ob und in welchem Maße das eingeatmete Nikotin den radioaktiven Marker verdrängt hat.

Tatsächlich gelangte das durch das Passivrauchen aufgenommene Nikotin ins Gehirn und belegte dort durchschnittlich 19 Prozent der verfügbaren Nikotinrezeptoren. Je nach Person und beobachteter Hirnregion waren sogar bis zu 56 Prozent der Rezeptoren nicht mehr mit dem Marker besetzt, sondern stattdessen mutmaßlich mit Nikotin vom Passivrauchen. In der Kontrollbedingung ohne Passivrauchen, zeigte sich erwartungsgemäß keine entsprechende Veränderung bei der Verdrängung des Markers von den Nikotinrezeptoren.

Einige der Versuchspersonen waren Raucherinnen und Rauchern. Bei ihnen führte das Passivrauchen zu signifikant erhöhtem Rauchverlangen (Craving). Das Verlangen zu Rauchen war dabei umso stärker ausgeprägt, je mehr Nikotin durch das Passivrauchen ins Gehirn gelangt war.

Insbesondere Kinder würden beim Passivrauchen, aufgrund einer vergleichsweise höheren Atemfrequenz bei geringerem Gewicht, vermutlich nochmals deutlich mehr Nikotin aufnehmen als Erwachsene, betonen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrem Fachartikel. Nach Angaben des Forschungsteam wurde das Rauchverbot in den USA bereits in vier Bundesstaaten auf private PKWs ausgeweitet, wenn Kinder an Bord sind. Aufgrund ihrer Ergebnisse fordert das Forschungsteam eine noch stärkere Ausweitung des Nichtraucherschutzes.

Quelle:

  • Brody et al. (2011). Effect of Secondhand Smoke on Occupancy of Nicotinic Acetylcholine Receptors in Brain. Arch Gen Psychiatry. Published online May 2, 2011. Artikel
  • Pressemitteilung NIDA (2.5.2011)

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Zahnverlust durch Passivrauchen

Verlust an Knochenmasse im Zahnhalteapparat nachweisbar

Nicht nur aktive Raucher, sondern auch unfreiwillige Passivraucher haben ein erhöhtes Risiko für Zahnfleisch- und Kieferentzündungen. Gegenüber Menschen, die keinem Tabakrauch ausgesetzt sind, laufen sie damit eher Gefahr, Zähne zu verlieren.

In Tierversuchen, die von Wissenschaftlern der Abteilung Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt wurden, konnte nachgewiesen werden, dass der Verlust an Knochenmasse des Zahnhalteapparats bei passiv rauchenden Ratten deutlich stärker war als der in der rauchfreien Kontrollgruppe – und zwar unabhängig davon, ob es sich um den Rauch von leichten oder normalen Zigaretten handelte. Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass die gesundheitlichen Auswirkungen auch schon allein durch Passivrauchen erschreckend sein können.

Lüften hilft wenig

Tabakrauch ist nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) der mit Abstand gefährlichste und am weitesten verbreitete Innenraum-Schadstoff. Da sich die Rauchpartikel in Möbeln, Teppichen und Gardinen absetzen, kann selbst regelmäßiges Lüften nicht ausreichend abhelfen. Neben dem Haupt- und Nebenstrom einer Zigarette birgt auch ihr kalter Rauch erhebliche Gesundheitsrisiken. Bei Kindern, und zwar nicht nur bei Säuglingen und Kleinkindern, sondern auch bei älteren Kindern und Jugendlichen, wirken sich die gesundheitlichen Schäden durch Passivrauchen noch viel gravierender aus als bei Erwachsenen. Fatalerweise müssen der Bundeszentrale zufolge nach wie vor mehrere Millionen Kinder in Deutschland zu Hause passiv mitrauchen.

Quelle: www.Lungenaerzteimnetz.de

Passivrauchen und Technischer Nichtraucherschutz

Bayerisches Landesgesundheitsamt veröffentlicht Downloadbericht über den Stand von Wissenschaft und Technik zum Technischen Nichtraucherschutz

In den gesetzlichen Regelungen einiger Bundesländer zum Nichtraucherschutz gab bzw. gibt es sog. „Innovationsklauseln“, die technische Lösungen als Ausnahme von einem Rauchverbot vorsehen. Ziel solcher Innovationsklauseln ist es, auf neue technische Entwicklungen reagieren zu können, die genauso effektiv sind wie ein Rauchverbot.

Die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) beauftragte im März 2009 die Länderarbeitsgruppe Umweltbezogener Gesundheitsschutz (LAUG), einen Sachstandsbericht über den Stand von Wissenschaft und Technik zum Technischen Nichtraucherschutz (TNRS) vorzulegen. Die Geschäftsführung für die Berichtserstellung lag beim Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Die Ad-hoc-Arbeitsgruppe TNRS der LAUG hat die derzeit auf dem Markt befindlichen Technischen Nichtraucherschutz-Systeme geprüft, beurteilt und aus gesundheitlicher Sicht bewertet.

Das Ergebnis: Zusammenfassend zeigt der Stand von Wissenschaft und Technik, dass mit den derzeit am Markt verfügbaren technischen Systemen ein Schutz vor dem Passivrauchen wie bei einem vollständigen Rauchverbot nicht gewährleistet werden kann. Der Begriff „Technischer Nichtraucherschutz“ kann in diesem Sinne Erwartungen wecken, die er aus gesundheitlicher Sicht nicht erfüllt.

Weitere Informationen und der Bericht sind auf der Website des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit abrufbar.

Passivrauchen schädigt Spermien

Wer passiv raucht, riskiert möglicherweise die Gesundheit seiner Kinder: In Versuchen an männlichen Mäusen verursachte der eingeatmete Rauch Genmutationen in den Spermien der Tiere – und zwar schon nach zwei Wochen.

Nach Angaben des internationalen Forscherteams sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese Genveränderungen an den Nachwuchs weitergegeben werden. Dort könnten sie gesundheitliche Schäden hervorrufen. „Unsere Ergebnisse liefern zwingende Belege für das Argument, dass Passivrauchen auch beim Menschen als Keimzellen-Mutagen angesehen werden muss“, schreiben die Forscher im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“.

Gendefekte nach längerer Rauchexposition waren bereits in früheren Studien nachgewiesen worden. Im aktuellen Experiment reichten jedoch bereits zwei Wochen des Passivrauchens, um Veränderungen im Erbgut der Spermienzellen der Mäuse zu verursachen. Keine Schädigungen fanden sich dagegen in der DNA von Knochenmarks- und Blutzellen der Tiere. „Die Daten zeigen, dass passive Exposition gegenüber Zigarettenrauch in den Spermien bereits unter Bedingungen Mutationen auslösen kann, die noch nicht ausreichen, um in Körperzellen genetischen Schaden zu verursachen“, sagen die Forscher.

DNA-Brüche und Spermien-Missbildungen

Nach Angaben der deutschen Krebsgesellschaft rauchen in Deutschland rund 35 Prozent aller erwachsenen Männer. Dass dies nicht nur ihrer eigenen Gesundheit schadet, sondern auch der ihres Nachwuchses, haben in den letzten Jahren verschiedene Studien gezeigt. „Männer, die rauchen, haben ein hohes Risiko für verschiedene Spermienanomalitäten, darunter eine reduzierte Spermienbeweglichkeit, DNA-Brüche und Dopplungen sowie abnormale Chromosomen“, sagen die Forscher um Francesco Marchetti vom Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien.

Zwei Wochen lang ließen die Wissenschaftler in ihrem Versuch männliche Mäuse für 20 bis 90 Minuten täglich Tabakrauch aus dem sogenannten Seitenstrom einatmen. Dieser entspricht dem beim Passivrauchen aufgenommenen Rauchanteil. Die Dosis entsprach drei bis 16 Zigaretten pro Tag. Als Kontrollen dienten eine rauchfrei gehaltene sowie eine dem Rauch aus dem Hauptstrom ausgesetzte Mäusegruppe.

Höchste Mutationsrate durch niedrige Dosis

Sechs Wochen nach Versuchsende entnahmen die Wissenschaftler den Mäusen Vorstufen von Spermienzellen aus den Hoden. Sie analysierten die Mutationsrate in sogenannten „Short Tandem Repeats“ (STR), DNA-Anschnitten, die aus zahlreichen Wiederholungen von Basenabfolgen bestehen. Die Mutationsrate bei den passiv rauchenden Mäusen war signifikant erhöht. Mit vier Prozent am höchsten lag sie überraschenderweise bei den Mäusen, die geringere Rauchdosen erhalten hatten.

Nach Ansicht der Wissenschaftler ist dieses Ergebnis wahrscheinlich auf den Menschen übertragbar. „Unsere Daten verstärken die Beweislast für eine Klassifikation von Tabakrauch als menschlichem Keimzellen-Mutagen. Ebenso implizieren sie auch den Rauch aus zweiter Hand als mutationsauslösend bei Keimzellen“, schreiben sie in ihrem Artikel.

Quelle: focus.de

Passivrauchen schädigt das Gehör

New York – US-Teenager, deren Cotinin-Werte im Serum eine passive Exposition mit Tabakrauch anzeigten, hatten in einer Studie in den Archives of Otolaryngology-Head and Neck Surgery (2011; 137: 655-662) fast doppelt so häufig sensorineurale Hörstörungen wie nicht exponierte Teenager.

Passivrauchen kann auf vielfältige Weise die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen schädigen. Neben negativen Auswirkungen einer pränatalen Exposition auf das Geburtsgewicht zählen ein Krippentod (SIDS), Atemwegsinfektionen und Asthma sowie Verhaltens- und kognitive Störungen zu den möglichen Folgen, zu denen es Belege aus epidemiologischen Studien gibt.

Auch eine Otitis media wurde mit dem Rauchen der Eltern in Verbindung gebracht. Nach Berechnungen der American Cancer Society sollen allein in den USA 750.000 Mittelohrentzündungen auf das Konto des Passivrauchens gehen.

Für die Hörstörungen, die Anil Lalwani vom Langone Medical Center der New York University School of Medicine und Mitarbeiter in ihrer Querschnittsstudie ermittelten, kommen Mittelohrentzündungen dagegen nicht als Erklärung infrage. Die Otitis media verursacht eine Schallleitungsstörung. Diese wurden von Lalwani jedoch von der Analyse ausgeschlossen. Es wurde allein nach Innenohrstörungen gesucht.

Die Studie beruht auf Hörtests an 1.533 US-Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren. Sie waren 2005 und 2006 im Rahmen des National Health and Nutrition Examination Survey durchgeführt worden.

Dort wurden auch die Konzentrationen des Nikotinmetaboliten Cotinin im Plasma bestimmt. Außerdem waren die Jugendlichen nach den Rauchgewohnheiten in der Familie befragt worden. Bei etwa der Hälfte aller Jugendlichen wurde eine Exposition mit Passivrauchen festgestellt.

Erstaunlich ist die Verbreitung der sensorineuralen Hörstörungen: 15 Prozent der Jugendlichen waren auf einem von beiden Ohren in den hohen Frequenzen nicht mehr in der Lage, einen Ton von 15 Dezibel wahrzunehmen. Bei 4 Prozent lag diese Störung an beiden Ohren vor. In den niedrigen Frequenzen hatten 9,5 Prozent unilaterale und 2 Prozent bilaterale Hörstörungen.

Nach den Analysen von Lalwani waren diese Hörstörungen mit einer Passivrauch-Exposition assoziiert: Exponierte Kinder hatten fast doppelt so häufig sensorineurale Hörstörungen. In den Frequenzen von 2, 3 und 4 kHz war der Zusammenhang statistisch signifikant, in einigen Frequenzen gab es eine Dosis-Wirkungsbeziehung, die für eine mögliche Kausalität spricht.

Ko-Autor Michael Weitzman vermutet, dass die Tabakbestandteile Durchblutungsstörungen in der Mikrovaskulatur des Innenohrs auslösen. Möglicherweise würden die Schäden bereits in der frühen Kindheit induziert, für Weitzman ein weiterer Grund, warum Eltern zuhause nicht rauchen sollten.

Die bei den Jugendlichen diagnostizierten Hörstörungen waren zwar gering. Acht von zehn Kindern war nicht bewusst, dass sie schlechter hören. Da Innenohrstörungen jedoch irreparabel sind und sich in der Regel im Verlauf des Lebens verschlechtern, sind die Ergebnisse bedenklich.

Quelle: aerzteblatt.de

Nichtraucher inhalieren am einem Abend fast zwei Päckli!

BERN – Wer in einem Restaurant, einer Bar oder Disco arbeitet, atmet täglich den Rauch von bis zu 38 Zigaretten ein – auch als Nichtraucher.

Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsgesundheit Lausanne im Auftrag des Walliser Zentrums für Tabakprävention (CIPRET).

Für die Untersuchung wurden Anfang vergangenen Jahres 1500 Nikotinmesseräte an die Bevölkerung verteilt mit der Anweisung, diese auf sich zu tragen. 630 davon wurden ein halbes Jahr später an die Wissenschaftler zurückgeschickt und analysiert. Zu den Messgeräten, welche die Probanden bei sich trugen, wurden auch 26 fix in Zimmern und Büros installiert.

Das erschreckende Resultat der Analyse: Fast alle Träger waren Passivrauch ausgesetzt. Besonders stark betroffen sind Serviceangestellte. Diese inhalieren pro Tag den Rauch von 15 bis 38 Zigaretten. Nur für 5,7 Prozent ist Passivrauch unproblematisch – das heisst, sie atmen pro Tag den Rauch von weniger als 0,2 Zigaretten ein.

Quelle: Blick.CH

Auswirkungen von Passivrauch auf das Betriebsklima

Passivrauch

Passivrauch ist mehr als subjektive Belästigung. Das gesellschaftliche Bewusstsein über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens ist deutlich gewachsen. Die MAK–Kommission ordnete 1998 den Tabakrauch am Arbeitsplatz der höchsten Gefahrenstufe Krebs erzeugender Arbeitsstoffe zu. Darüber hinaus belegen Studien das erhöhte Erkrankungsrisiko von Menschen, die als Nichtraucher dem Passivrauchen ausgesetzt waren.
Tabakrauch enthält zahlreiche giftige oder krebserregende Substanzen wie Kohlenmonoxid, Blausäure, Stickoxid, Benzol. Etwa drei Viertel der Zigarette verbrennt als Nebenstrom durch das Glimmen der Zigarette. Die Konzentration der Schadstoffe im Nebenstrom der Zigarette ist bis um das 30- bis 100-fache höher als im Hauptstrom. Damit ist die Raumluft für die dort Anwesenden, unabhängig davon ob sie selbst rauchen oder nicht, mit einem deutlichen gesundheitlichen Risiko verbunden. Die Bestandteile des Passivrauchs verbleiben lange in der Raumluft. Zwei Stunden nach dem Rauchen sind noch 50 Prozent der anfänglichen Konzentrationen von Stickoxiden in der Raumluft enthalten.

Kurzfristig können Augenbrennen, Kopfschmerzen, Husten und Atembeklemmungen auftreten. Längerfristig steigt – ebenso wie bei aktiven Rauchern – das Risiko für Erkrankungen der Atemwege, für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Damit steigt auch die Anzahl der Arbeitsunfähigkeiten. Umgekehrt verringert ein effektiver Schutz vor Passivrauch das Erkrankungsrisiko und erhöht damit die betriebliche Leistungsfähigkeit.

Erfahrungsgemäß sinkt durch einschränkende Regelungen bei einem Teil der Mitarbeiter der durchschnittliche tägliche Tabakkonsum.

Gerade Gelegenheitsraucher sind oft erleichtert darüber, nicht mehr unbewusst zur Zigarette zu greifen. Andere Mitarbeiter nehmen dies zum Anlass, mit dem Rauchen ganz aufzuhören. In jedem Fall ist damit auch für Raucher mittel- und langfristig ein Zugewinn an Gesundheit und Wohlbefinden verbunden. Nach Angaben des WHO-Partnerschaftsprojektes Tabakabhängigkeit stehen etwa 25-35 % der Arbeitsunfähigkeiten mit dem Tabakkonsum in Verbindung.

Auswirkungen von Passivrauchen auf das Betriebsklima

Nachteile für Mitarbeiter

* Schlechtes Betriebsklima – „Dicke Luft“ zwischen Rauchern und Nichtrauchern
* Sinkende Arbeitsmotivation
* Gesundheitsschäden durch langjährige Exposition
* Arbeitsplatzgefährdung bei häufiger Erkrankung
* Vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben durch Krankheit

Nachteile für Unternehmen

* Sinkende Produktivität (Zeitverlust durch Rauchpausen, Motivationsmangel,…)
* Höhere Personalkosten (Mehr Fehltage, höhere Fluktuation)
* Höherer Krankenstand: Im Durchschnitt sind Raucher 30 – 40% häufiger krank als Nichtraucher
* Geringere Motivation durch gestörten „Betriebsfrieden“
* Erhöhte Reinigungskosten
* Erhöhte Gefahr von Brandschäden etc.